Drachenbootfestival Hannover Maschsee 2008   
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Hannover Maschsee Drachenbootfestival 2008

Da Euer Carsten, ich hoffe ihn doch noch mal kennen lernen zu dürfen, in Hannover nicht dabei war, erlaube ich mir mal ein paar Zeilen zum Erlebten preiszugeben!

Freitag, 17.38 Uhr: Ein Anruf von Harder, ob ich denn auch schon auf der Strecke bin, denn die Hamburger würden sich jetzt auch aufs Wasser begeben. Führt denn wirklich ein Fluss zum Maschsee?? Ich mach mich um 18 Uhr endlich startklar und bin heilfroh ohne Staus nach 2 Stunden inklusiv Fährfahrt in den Trubel am Maschsee anzukommen. Doris und Uwe hatten ganze Arbeit geleistet um den genialsten Schattenplatz für mich klar zu machen, freu. Zum Einstand in die Hamburger Sitten gab es Eierlikör!! Dem nicht genug, der wurde auch noch mit Rotem Genever gemixt, das Ganze sieht aus wie Hirnmasse, schmeckt aber erstaunlicher Weise.
Am Samstag stießen dann noch Claudia und Christoph aus Herford, HP und Katja aus Hamburg sowie Manuela und Gabi aus Berne dazu und komplettierten das Team. Als Trommlerin stellte sich Bella von den Schwenker Dragons zur Verfügung.
Ratzfatz wurden wir über den Startmodus aufgeklärt, mit einem Race-Shirt ausgestattet und schon ging es los. Die Rennen liefen genial, als ob wir nie etwas anders gemeinsam getan hätten!

Aber einiges muss an dieser Stelle noch angesprochen werden: ZZ hat es wirklich geschafft den Eierlikör so locker aus dem Handgelenk zu schütteln, dass das gelbe Zeug an der Pavillon-Decke, auf dem weißen Shirt vom „Unfreundlichen“ und sämtlichen Grillutensilien verteilt wurde, da er vergaß vorher den Deckel zu zuschrauben!
Dann habe ich gelernt, dass Paddelprofis mit eigenem Klopapier die Toiletten aufsuchen, dies kommentierte ein wildfremder Camper so: „Sicher, ist sicher, gestern sah ich einen Paddler, dem 2 m Klopapier aus der Hose hinterher flatterte.“
Marco, der mit kleinem Container anreiste hat wohl mit seiner Konstruktion Marke Eigenbau den Vogel abgeschossen, so was habt ich noch nicht gesehen! Damit die ganze Familie Spaß an dem Sport findet, hat er seiner Frau und den beiden Kindern ein kleines rotes Paradies erschaffen!
Frauen, die in anderen Teams mitpaddeln, haben da ihren ganz eigenem Spitznamen, der sich scheinbar durchgesetzt hat: Paddelschlampe! Eine Idee für männliche Paddelschlampen ist mir leider noch nicht zu Ohren gekommen. Vorschläge nehme ich gerne an.

Die Veranstaltung war wirklich nett und bisher mit die Fairste überhaupt.  Eigentlich hatte ich an das Event in Hannover 2003, der Bundesbesten-Ermittlung gedacht, als ich Gabi und Manuela überredete, sich den Baltics anzuschließen, aber das war damals ja eher eine Dorfregatta und hatte nichts mit dieser hochkarätigen Veranstaltung zu tun. Andere Nationen waren angereist aus Österreich, Schweiz, Niederlande und Schweden. Aber das Team aus China hatte nicht nur die höchste Schlagfrequenz nämlich 120 Schläge, sondern wohl auch den größten Spaß. Sie blieben am Steg stehen um alle abzuklatschen und abends machten sie mit den Kids vom KVU die Riesensause.

Die Langstrecke war ausgesprochen spannend, denn 12 Boote auf  2000 m bzw. 4000 m Kurs wurden im 10 Sekunden Abstand losgeschickt. Gemäß Reglement hieß es, das vorne liegende Team hat Vorrecht und es ist gleich ob links oder rechts überholt wird, dies  machte die Sache noch prickelnder. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was das für ein Kuddelmuddel brachte, zudem das schwächste Team zu erst und das Beste zu letzt fuhr!
Ich weiß bereits jetzt, was ich bis Warnemünde vermissen werde ist das Hamburger Weckritual: Sämtliche Handys sind auf ein Lied fixiert und mich verfolgte es den ganzen Tag, denn ich summte noch abends „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein!“

Schon sehr auf Warnemünde gespannt ist

Eure Astrid

© Baltic-Bandits, 23.06.2008